
Werkschutz und Objektschutz
Leistungs- und Sicherheitskonzept​
1. Risikoanalyse und Objekterfassung
Zu Beginn jeder Sicherheitsmaßnahme erfolgt eine umfassende Analyse des zu schützenden Objekts. Dabei werden sämtliche Gefährdungspotenziale, wie Einbruch, Diebstahl, Vandalismus oder unbefugtes Betreten, systematisch erfasst. Zusätzlich werden bauliche und organisatorische Schwachstellen, beispielsweise unzureichend gesicherte Zugänge, fehlende Beleuchtung oder unübersichtliche Bereiche, identifiziert und dokumentiert, um eine fundierte Grundlage für alle weiteren Maßnahmen zu schaffen.
2. Erstellung einer Dienstanweisung
Auf Basis der durchgeführten Risikoanalyse wird eine objektspezifische Dienstanweisung erstellt, die sämtliche Abläufe im täglichen Sicherheitsdienst regelt. Diese umfasst insbesondere die Festlegung von Rundgangsintervallen, Kontrollpunkten, Alarmierungswegen sowie Verhaltensweisen bei besonderen Ereignissen und stellt die verbindliche Arbeitsgrundlage für das eingesetzte Sicherheitspersonal dar.
3. Zugangskontrolle und Zutrittsmanagement
Ein wesentlicher Bestandteil des Objektschutzes ist die Kontrolle sämtlicher Zutrittsbereiche. Hierbei werden Personen- und Fahrzeugbewegungen überwacht, Besucher und Lieferanten registriert sowie unbefugter Zutritt konsequent unterbunden. Ziel ist es, jederzeit einen vollständigen Überblick über alle im Objekt befindlichen Personen zu gewährleisten.
4. Kontroll- und Schließrundgänge
Die regelmäßige Durchführung von Kontroll- und Schließrundgängen stellt einen zentralen Bestandteil der Sicherheitsleistung dar. Dabei werden Innen- und Außenbereiche überprüft, Türen, Fenster und Tore kontrolliert sowie sicherheitsrelevante Einrichtungen inspiziert. Die Rundgänge erfolgen bewusst zu variierenden Zeiten, um eine Vorhersehbarkeit zu vermeiden und die präventive Wirkung zu erhöhen.
5. Wachbuchführung und Dokumentation
Zur lückenlosen Nachvollziehbarkeit aller Maßnahmen wird ein Wachbuch geführt, in dem sämtliche Ereignisse, durchgeführten Kontrollen sowie besondere Vorkommnisse dokumentiert werden. Diese Dokumentation dient sowohl als internes Kontrollinstrument als auch als rechtssicherer Nachweis gegenüber dem Auftraggeber.
6. Alarmaufschaltung und Interventionsmaßnahmen
Das Objekt wird, sofern vorhanden, an eine Alarm- und Notrufzentrale angeschlossen. Im Alarmfall erfolgt eine sofortige Lageprüfung sowie die Einleitung entsprechender Maßnahmen, insbesondere die Alarmverfolgung durch Interventionskräfte und die Alarmierung von Polizei, Feuerwehr oder anderen zuständigen Stellen.
7. Schlüsselmanagement und Zugangssicherung
Die Verwaltung von Schlüsseln und Zugangsmitteln erfolgt nach klar definierten Sicherheitsstandards. Die Ausgabe und Rücknahme wird dokumentiert, und sämtliche Schlüssel werden in gesicherten Systemen verwahrt, um einen Missbrauch zuverlässig auszuschließen.
8. Umgang mit vorhandener Sicherheitstechnik und Equipment
Die im Objekt vorhandene Sicherheitstechnik sowie das zur Verfügung gestellte Equipment des Auftraggebers werden durch das eingesetzte Sicherheitspersonal fachgerecht genutzt und überwacht. Hierzu zählen insbesondere Videoüberwachungssysteme, Alarmanlagen, Zutrittskontrollsysteme sowie sonstige sicherheitsrelevante Einrichtungen.
Das Personal wird entsprechend eingewiesen und stellt sicher, dass sämtliche technischen Systeme ordnungsgemäß bedient, überwacht und bei Auffälligkeiten unverzüglich entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Störungen oder Fehlfunktionen werden umgehend dokumentiert und dem Auftraggeber gemeldet.
9. Verhalten bei besonderen Ereignissen
Für besondere Situationen, wie Einbruch, Brand, technische Störungen oder sonstige Notfälle, bestehen klar definierte Handlungsabläufe. Das eingesetzte Personal ist entsprechend geschult, um schnell und angemessen zu reagieren, Gefahren einzuschätzen und notwendige Maßnahmen einzuleiten.
10. Berichtswesen und Kommunikation
Abschließend erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an den Auftraggeber, in der alle relevanten Ereignisse, Maßnahmen und Auffälligkeiten dokumentiert werden. Durch eine enge Abstimmung und transparente Kommunikation wird eine kontinuierliche Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen sichergestellt.